Das Markdorfer Unternehmen KUMAgroup ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Das belegen die Zahlen der gestrigen Bilanzpressekonferenz. Einen großen Anteil daran hat das KUMAtronik Systemhaus: Mit dem größten Einzelauftrag der Firmengeschichte stieg das Ergebnis auf einen historischen Höchststand.
Kurt Striedacher und Manfred Wahl gründeten die KUMAtronik Datentechnik GmbH 1981 in Bavendorf. 1993 machte das Unternehmen Markdorf zu seinem Hauptsitz. Inzwischen umfasst die Kumagroup drei Geschäftsbereiche an zwölf Standorten in Deutschland und Österreich, die sowohl Dienstleistungen als auch Produkte der Informationstechnologie anbieten.
Markdorf - 45 Millionen Euro konnte die Holding im Jahr 2006 erwirtschaften. Mit 23,2 Millionen Euro mehr als die Hälfte hat davon das Kumatronik Systemhaus eingebracht. Laut Geschäftsführer Wolfgang Pfeil sind dafür vor allem zwei Dinge verantwortlich: Der Großauftrag der brasilianischen Bundespolizei sowie die Gründung des Kumatronik Service-Centers im Mai vergangenen Jahres. „Die Lieferung von IT-Infrakstruktur für die forensischen Labore der Bundespolizei ist Neuland für uns und eine spannende Herausforderung", sagt Pfeil. Mit der Einrichtung einer Kundenbetreuung wolle man den Abnehmern ein Rund-um-Paket über das gesamte Leistungsportfolio der Kumatronik anbieten. Im laufenden Jahr wolle man sich auf die strategischen Partner wie Hewlett Packard und Microsoft fokussieren.
Außerdem setze man auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. 2006 hat das Systemhaus dafür 150 000 Euro investiert. Weiterer Schwerpunkt des Kumatronik Systemhauses soll die Entwicklung der Standorte in Süddeutschland sein. „Wir planen eine Niederlassung in Augsburg", sagt Pfeil. Der Münchner Standort, der als Ersatz für die ehemalige Niederlassung in Berlin, geschaffen wurde, soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Als nächstes wolle man sich an der Rheinachse Richtung Karlsruhe orientieren.
Die KUMAvision AG als Spezialist für Software zur Abwicklung kaufmännischer Abläufe realisierte in ihrem Bereich den höchsten Umsatz seit Bestehen. Vorstand Markus Schrade führt das auf die zunehmend internationale Tätigkeit der Kunden zurück. „Auch Weltkonzerne haben sich inzwischen entschieden, mit unserem Produkt zu arbeiten", sagt Schrade. Wachstumspotenziale sieht er vor allem in den Bereichen Soziale Einrichtungen, Reifenhandel sowie Maschinen- und Anlagenbau. KUMAvision wurde im vergangenen Jahr mit den Microsoft-Auszeichnungen „Inner Circle Award" und „President's Club Award" für ihre Leistungen bei der Realisierung von Kundenprojekten ausgezeichnet und gehört damit zu den 200 besten Partnern weltweit.
Das Unternehmen KUMAtronik Software wurde 2006 mit dem IBM Lotus Award für die weltweit beste Mittelstandslösung ausgezeichnet. Große Zukunftschancen sieht Geschäftsführer Wolfgang Brugger im Ausbau der Branchenlösungen für den Online-Kraftfahrzeug-Teilehandel. Des Weiteren wolle man überregionale Partner gewinnen.
Kurt Striedacher, neben Manfred Wahl Geschäftsführer der KUMAgroup, sprach von einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Insgesamt konnte der Umsatz um 2,7 Prozent gesteigert werden. Das Ziel für die kommenden fünf Jahre sei ein Umsatz von mehr als 75 Millionen Euro. „Es müssten aber auch die 100 Millionen Euro zu knacken sein", sagt er. „Wir sind sehr gut gerüstet für die Zukunft. In Oberschwaben sehen wir uns noch immer als Platzhirsch", so Striedacher.
Das Unternehmen:
Kurt Striedacher und Manfred Wahl gründeten die KUMAtronik Datentechnik GmbH 1981 in Bavendorf. 1993 machte das Unternehmen Markdorf zu seinem Hauptsitz. Inzwischen umfasst die Kumagroup drei Geschäftsbereiche an zwölf Standorten in Deutschland und Österreich, die sowohl Dienstleistungen als auch Produkte der Informationstechnologie anbieten: Zum Unternehmen gehören die Kumatronik Systemhaus GmbH mit Schwerpunkt auf IT-Infrastrukturen, die KUMAvision AG als Spezialist für Software zur Abwicklung kauf- männischer Abläufe sowie die Kumatronik Software GmbH mit Softwarelösungen für Untemehmenskommunikation. Den beiden Gründern Kurt Striedächer und Manfred Wahl gehören noch je 30 Prozent der KUMAgroup. Die restlichen 40 Prozent hält ein Tochterunternehmen der DZ-Bank aus Frankfurt Derzeit beschäftigt die Kumagroup mehr als 300 Mitarbeiter, 125 davon am Standort Markdorf. In diesem Jahr gelang der Firma den Geschäftsführern zufolge das historisch beste Gruppenergebnis. Der Personalbestand wurde 2006 um gut 14 Prozent aufgestockt: Die KUMAgroup ist im März auf der Messe Cebit in Hannover vertreten.