Kumavision legt kräftig zu
Mit kräftigen Schritten auf dem Wachstumspfad befindet sich die Kumavision AG. Der Markdorfer IT-Spezialist bilanziert ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 mit einem Umsatzwachstum von 20 Prozent auf 21,5 Millionen Euro. Im laufenden Jahr sollen 20 neue Mitarbeiter eingestellt werden.
Markdorf - Das "SAP für den Mittelstand, wie Vorstandsmitglied Markus Schrade kurz und bündig die Software-Lösungen seines Hauses nennt, floriert offenbar prächtig. Ins Auge gefasst habe man fürs vergangene Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 19 Millionen Euro, nun sind es zweieinhalb Millionen mehr geworden. Gesteigert werden konnte auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen, von 0,9 auf 1,6 Millionen Euro.
Auf Wachstumskurs: Die Kumavision AG profitiert von den anhaltend guten Aufträgen ihrer Mittelstandskunden. Im laufenden Jahr will der IT-Spezialist rund 20 Mitarbeiter einstellen.
Zwei Gründe führt Schrade im Gespräch mit dem SÜDKURIER für den erfreulichen Geschäftsverlauf an. Die Software-Branche laufe "phasenverschoben der Konjunktur hinterher". Das heißt, wenn die Konjunktur lahmt, bekommt man die Abkühlung erst mit einer Verzögerung von rund zwei Jahren zu spüren. Demzufolge verzeichne das Unternehmen auch im ersten Quartal des laufenden Jahres erneut eine gute Auftragslage, sagt Schrade. Der zweite Grund sei der Trend zur Globalisierung - auch im Mittelstand. Je mehr Mittelständler Niederlassungen im Ausland eröffnen, umso gefragter seien die Produkte von Kumavision - denn die Dependancen müssen ja an die heimische Zentrale angebunden werden. Zwar käme die Stammkundschaft aus dem Mittelstand, doch auch die Friedrichshafener ZF AG gehöre zum Kundenkreis: Während der Konzern auf SAP setzt, arbeiten die Vertriebsniederlassungen im Ausland mit Kumavision-Lösungen.
Während der Nachbar Technidata zunehmend auf den Produktverkauf setzt (wir berichteten), baut man bei Kumavision auch weiterhin auf die Dienstleistung am Kunden, die gerade im Vorjahr einen deutlichen Zuwachs an Aufträgen gebracht habe: 69 Prozent des Umsatzes belaufen sich derzeit auf Dienstleistungen, 31 Prozent macht der Software-Verkauf aus. Das ist durchaus gewollt, sagt Vorstandsmitglied Kay von Wilcken, denn: "Die Beratung und Betreuung von Kunden ist für uns ein nachhaltiges Geschäft."
Dies soll auch im laufenden Jahr weiter intensiviert werden, mit Investitionen in den Stammsitz und in die Niederlassungen. 20 neue Mitarbeiter will man bei Kumavision einstellen. Keine einfache Aufgabe angesichts des Fachkräftemangels in der Branche, den auch der Markdorfer IT-Spezialist spürt. Drei BA-Studierende arbeiten derzeit bei Kumavision, enge Kontakte pflegt das Unternehmen bei der Rekrutierung seines Nachwuchses zu den Fachhochschulen Weingarten, Konstanz, Albstadt-Sigmaringen und Aalen. Gefragt, so Schrade, sei jedoch die gesunde Mischung. Auch erfahrene IT-Kräfte seien daher stets gesucht.
Kumavision AG:
Die Kumavision AG mit Hauptsitz in Markdorf ist eine 70-prozentige Tochter der Kumagroup Holding (Markdorf) und beschäftigt an elf Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz 170 Mitarbeiter, davon in Markdorf 63. Das Unternehmen entwickelt eigenständige Warenwirtschafts-Lösungen für den Mittelstand auf Microsoft-Basis. Die Kumavision AG wird geleitet von den Vorständen Markus Schrade, Kay von Wilcken und Markus Leuter. Das Unternehmen bietet Produkte und Dienstleistungen für die Branchen Industrie, Handel und Gesundheitswesen an. (gup)
Das Unternehmen im Internet:
www.kumavision.de
Quelle: Südkurier, 11.06.2008