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Presse

07/2008 - IT & Production
Viele Produkte befinden sich in einem ständigen Änderungsprozess. Änderungsmanagement leistet in fast allen Fertigungsunternehmen einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Davon betroffen ist neben der F&E-Abteilung auch der betriebswirtschaftliche und der organisatorische Bereich. Hermann König, Fachberater Industrie bei der KUMAvision AG, erklärt, wie sich ein integriertes Änderungsmanagement im ERP-System abbilden lässt.

Stefanie Philipp: Herr König, was macht Änderungsmanagement in der Praxis so kompliziert?
Hermann König: Fertigungsunternehmen wickeln tagtäglich eine große Anzahl von Aufträgen ab. Jeder dieser Aufträge besteht aus vielen Bauteilen. Jedes Bauteil kann von Konstruktionsänderungen, Ressourcenverfügbarkeit oder Auftragssituation beeinflusst werden. Diese vielen Variablen potenzieren sich zu einer unüberschaubaren Flut von Faktoren, die letztlich Auswirkungen auf den Produktionsablauf haben.
 
Stefanie Philipp: Wie können Unternehmen darauf reagieren?
König: Das Management steht vor der Frage, wie sich Maschinen und Ressourcen trotz aller Variablen optimal und flexibel einsetzen lassen. Dazu muss vor allem die Kommunikationsbasis zwischen den Beteiligten verbreitert werden.
 
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Hermann König, Fachberater Industrie bei der KUMAvision AG: "Wir stellen alle aktuellen Daten - Einzelteile, Quellen für Änderungen und den tatsächlichen Produktionsfortschritt - direkt in einer Strukturstückliste dar."
 
Stefanie Philipp: Was heißt das konkret?
König: In den meisten Unternehmen arbeiten die Entwickler isoliert in ihrer CAD-Software. Wenn sie die Konstruktion eines Produkts modifizieren, melden sie die Neuerungen an den Disponenten. Er muss die Änderungen manuell in die Stücklisten eintragen und in Produktionsaufträgen abbilden. Das allein ist schon ein erheblicher Arbeitsaufwand. Aber erst danach kann er sehen, ob die Änderung überhaupt noch umsetzbar ist.
 
Stefanie Philipp: Warum?
König: Weil er erst dann die Änderungen mit dem aktuellen Produktionsfortschritt oder dem Einkauf abgleichen kann. Dann kann sich natürlich herausstellen, dass ein vom Entwickler vorgesehenes Bauteil nicht beschafft werden kann oder dass das geänderte Bauteil bereits nach alten Spezifikationen produziert ist. 
 
 
Hermann König ist Fachberater Industrie bei der KUMAvision AG in Markdorf.
 
Quelle: IT&Production, Ausgabe Juni+Juli 2008





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