Die E-Bilanz kommt
Jetzt ist es amtlich: Die E-Bilanz kommt. Mit seinem finalen Schreiben zur Anwendung der E-Bilanz hat das Bundesministerium für Finanzen (BMF) Fakten geschaffen. Alle bilanzierenden Unternehmen müssen ab dem Wirtschaftsjahr 2013 ihre Jahresabschlüsse auf elektronischem Wege den Finanzämtern zur Verfügung stellen.
Zwar soll es in der Übergangszeit für 2012 nicht beanstandet werden, wenn die Daten noch auf herkömmlichem Wege übermittelt werden. Dennoch empfiehlt es sich für alle Unternehmen schon jetzt, mit den Vorbereitungen für die Umstellung zu beginnen. Das BMF verlangt, dass alle Unternehmen für die Übermittlung der Datensätze den XBRL-Standard (eXtensible Business Reporting Language) verwenden. XBRL ist ein weltweit genutzter Standard, um Finanzdaten elektronisch zu übermitteln. Dabei müssen verschiedene Positionen, wie etwa Gewinn- und Verlustrechnung in Aufstellung und Gliederungstiefe gewissen Vorgaben der Finanzverwaltungen genügen. Rund 650 Pflichtfelder müssen Unternehmen dafür insgesamt ausfüllen.
Die nun endgültig feststehende Einführung der E-Bilanz hat die Konsequenz, dass Unternehmen trotz der Übergansfrist unter Zeitdruck stehen. Im Jahr 2012 sollten sie ein Projekt aufsetzen, mit dem das neue System eingeführt wird. Denn mit der ersten Buchung in dem Wirtschaftsjahr, das nach dem 31.12.2012 beginnt, ist die Konformität mit der Steuertaxonomie absolut sinnvoll, wenn nicht gar zwingend. Wegen der möglichen Auswirkungen auf nachgelagerte Systeme, wie z.B. Reporting- oder Business-Intelligence-Tools, ist ein Testlauf im vierten Quartal 2012 sehr empfehlenswert.
Nutzer der Branchenlösungen von KUMAVISION müssen die Umstellung zwar nicht fürchten. Erheblicher Arbeitsaufwand kommt trotzdem auch auf sie zu, denn die Vorgaben der Finanzverwaltung verlangen ein Kontierungssystem, das allein nach steuerlichen Gesichtspunkten gegliedert ist. Meistens buchen Unternehmen aber derzeit noch nach HGB-Vorgaben oder eigenen Reportingbedürfnissen. Für die Umstellung sind dadurch gleich zwei Herausforderungen zu bewältigen: Es muss eine Buchungslogik entstehen, die alle erforderlichen Zahlen für die Finanzbehörden ausgibt und gleichzeitig die gewohnten Auswertungsmöglichkeiten für Business-Intelligence-Systeme erhält.
Dies setzt einen erheblichen Planungsaufwand voraus. Die Experten der KUMAVISION stehen hier mit ihrer ganzen Erfahrung bereit. In individuellen Workshops und allgemeinen Webcasts erläutern sie, worauf Unternehmen achten müssen und wie sie möglichst reibungslos und fehlerfrei zur E-Bilanz kommen.
Webcasts
09. Januar 2012: E-Bilanz mit Microsoft Dynamics NAV
06. Februar 2012: E-Bilanz mit Microsoft Dynamics NAV
weitere Termine folgen
Mehr Informationen
www.esteuer.de
www.bundesfinanzministerium.de Suchbegriff „E-Bilanz“
www.xbrl.de